von Konrad Irslinger

konrad-irslingerIm Oktober 1996 haben wir das erste Mal im Rieselfeld zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Nun sind 20 Jahre vergangen und Vieles ist geworden. Für mich war es ein besonderes Erlebnis zu sehen, wie „Kirche im Rieselfeld“ entsteht: Miteinander das Leben und den Glauben teilen.

Zunächst ging es darum, dass konkrete Menschen Kirche sind. In einem zweiten Schritt ging es dann darum, Kirche als Bau, als konkretes Zeichen im Stadtteil zu bauen. Vieles von dem, was ich auf meinem bisherigen Weg erfahren und gelernt habe, konnte nun einfließen in die Gestaltung. Denn es war klar, dass wir nicht einfach Kirche wie vor 100 Jahren bauen konnten. Dass dies Widerspruch hervorruft, war klar. Es gab und gibt bis heute aber auch viele, für die unsere Kirche ansprechend und inspirierend ist. Dies gilt auch dem ökumenischen Aspekt.

Es ging mir aber nicht nur darum, im engeren Sinn Kirche zu bauen. Der Aufbau dieses neuen Stadtteils lag mir auch am Herzen. So habe ich mich in den ersten Jahren bei KIOSK und im BIV engagiert. Ein Ausdruck für diesen gemeinsamen Blick auf den Stadtteil ist das Stadtteil fest, das zusammen mit dem Maria Magdalena Fest gefeiert wird.

So bin ich in diesen 20 Jahren vielen Menschen begegnet, die dazu beigetragen haben, dass das Rieselfeld ein lebendiger Stadtteil geworden ist. Ich bin dankbar für viele Begegnungen und die Unterstützung, die notwendig war, um all das auf den Weg zu bringen, was heute Kirche im Rieselfeld und diesen Stadtteil ausmacht. Es hat auch einiges an Kraft gekostet, sodass ich jetzt mit bald 68 Jahren gerne in den Ruhestand gehe.