Autor: Thorsten Leiendecker

Bank für das Rückgrat

Eine Sitzbank um die „Sieglinde“ beim glashaus ist aufgestellt. Vielleicht haben Sie, liebe Leser/innen, schon die neue Bank auf dem Maria-von-Rudloff-Platz gesehen oder gar ausprobiert. Dank der Rückenlehne sitzt man sehr bequem, was vor allem für ältere Menschen angenehm ist. Die Gruppe „Älter werden im Rieselfeld“ (ÄwiR) hat vor anderthalb Jahren alle Sitzbänke im Stadtteil in einen Plan aufgenommen. Dabei fiel auf, dass es um den zentralen Maria-von-Rudloff- Platz zwar eine Reihe von Bänken gibt, aber keine mit Rückenlehne. Bei einer Begehung von BürgergerInnenVerein (BIV) und ÄwiR mit dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) bot sich eine Bank um die...

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Editorial #81

Die neue Ausgabe der Stadtteilzeitung erscheint in unruhigen Zeiten. Die Quartiersarbeit in Freiburg und damit auch die im Rieselfeld sollen grundsätzlich neu aufgestellt werden. Noch ist nicht entschieden, wie eine veränderte Quartiersarbeit aussehen soll. Aber nach derzeitigem Kenntnisstand drohen der Quartiersarbeit im Rieselfeld Kürzungen. Mehr Informationen dazu finden Sie in dieser Ausgabe der Stadtteilzeitung. Unter dem vielversprechenden Motto „Nicht rasten, noch rosten“ findet am 29. Oktober im Stadtteiltreff glashaus von 9:30 bis 17:00 Uhr die Messe „Mobilität und Gesundheit“ statt. 20 Einzelhändler und Dienstleister werden dabei ihre Angebote für die „Generation 50plus“ präsentieren. Auch zu dieser Messe finden Sie...

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Zukunftsperspektiven für unser Quartier Rieselfeld

Viele kleine Mosaiksteine wurden gelegt, damit Menschen nach langer Wohndauer in ihrem Stadtteil selbstbe stimmt und zufrieden älter werden können. Charly Strödter interviewt Richard Krogull-Raub, den hauptamtlicher Projektmitarbeiter des Arbeitskreises „ÄwiR – Älter werden im Rieselfeld“ bis Ende September 2016. Charly Strödter: Richard, viele kennen Dich schon durch die zahlreichen Aktivitäten, die der „Arbeitskreis Älter werden im Rieselfeld – ÄwiR“ bisher entfaltet hat. Aber viele noch nicht. Kannst Du Dich für diese Leser mal kurz vorstellen? Richard Krogull-Raub: Ich habe ein langes Berufsleben in der Altenhilfe hinter mir. Vor gut drei Jahren bot sich für mich über die Projektstelle...

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Wenn nicht hier, wo dann?

Aktuell betreuen die Ehrenamtlichen der seit April 2014 bestehenden DIEFI (Dietenbach-Flüchtlings-Initiative) geflüchtete Menschen in zwei Unterkünften: Die Unterkunft in der Besanconallee wurde im Sommer 2015 bezogen. 97 Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan, Somalia, Eritrea, Nigeria, Albanien und Russland leben hier. Neben den laufenden Hausaufgaben-Betreuungen und individuellen Begleitungen findet einmal wöchentlich ein Frauencafé unter Leitung von Sina Albarahani statt. Die Sozialbetreuung liegt bei Hannah Ricksgers vom DRK Freiburg. E-Mail: hannah.ricksgers@drk-freiburg.de Das Flüchtlingswohnheim in der Ingeborg-Drewitz-Allee (IDA) auf dem P+R-Platz gegenüber der Waldorfschule wurde Anfang September 2016 von zunächst 51 Menschen bezogen, die aus der Notunterkunft Waltershofener Straße umgesiedelt wurden....

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Die „Torte“ ist gebacken

Wie ein Tortenstück sieht das Grundstück aus, das am Eingang zum Rieselfeld vom Siedlungswerk Stuttgart erworben und bebaut wurde. Die beiden Wohnhäuser sind bereits bezogen, das Gebäude für Büros und Praxen ist ebenfalls fertiggestellt und die Nutzer sind eingezogen. Veredelt wird dieses Bauvorhaben, das auf Grundlage eines Architektenwettbewerbs entstand, durch zwei Kunstwerke der Künstler Manuela Tirler und Matthias Dämpfle. 95 Wohnungen, davon 29 Mietwohnungen, befinden sich in den beiden Wohnblöcken. Ca. 4000 m 2 Fläche für Büros und Praxen werden im dritten Bau angeboten. Hier werden u.a. das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen), das Siedlungswerk selbst...

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AK Verkehr im BIV

Der Arbeitskreis Verkehr trifft sich monatlich (immer am dritten Montag) im Glashaus. Die Sitzungen sind öffentlich und werden im „Litfaß“ bekannt gegeben. Wir greifen aktuelle Probleme im Rieselfeld auf und versuchen diese mit den entsprechenden Behörden und Institutionen zu lösen. Derzeit begleiten wir auch die Planungen der Stadt für die Bebauung im Dietenbach oder auch den Perspektivplan in den öffentlichen Bürgerbeteiligungen. Wir arbeiten weiter mit der VAG daran, das Problem der Linienführung 5 für das Rieselfeld nach den Baumaßnahmen in der Kronenstraße und dem Rotteckring optimal zu lösen. In den vergangenen zwölf Monaten fanden verschiedene Verkehrsschauen auf unsere Anregung...

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KINO im Rieselfeld

Freitag, 25. November, 20.15 Uhr Suffragette – Taten statt Worte Das historische Drama um den Kampf für das Frauenwahlrecht handelt von der 1903 von Emmeline Pankhurst in Großbritannien gegründeten Frauenvereinigung WSPU (Women‘s Social and Political Union). Nachdem öffentliche Reden und Flugblätter keine Erfolge erzielen, beschließen die Frauen 1912, eine andere Strategie zu fahren und die komplette Rebellion auszurufen. Zur gleichen Zeit stößt die junge Maude durch den Einfluss der Aktivistin Edith Ellyn zu den Suffragetten. Emmeline Pankhurst starb kurz vor Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1928. Großbritannien, 2015, 107 Minuten Freitag, 9. Dezember, 20.15 Uhr Verstehen Sie die Béliers? Die 16-jährige Paula lebt mit ihren gehörlosen Eltern und dem ebenfalls gehörlosen Bruder Quentin in der westfranzösischen Provinz. Als einzig Hörende unterstützt sie die Familie nicht nur bei der Landwirtschaft und dem Verkauf der Produkte auf dem Markt. Sie übernimmt darüber hinaus auch die Aufgabe, für den Vater bei Versammlungen anlässlich seiner Kandidatur als Bürgermeister zu dolmetschen. Ein anstrengender und abhängiger Alltag, bei dem die Jugendliche selbst zur kurz kommt. Als ihr neuer Musiklehrer ihre außergewöhnliche Stimme entdeckt und sie ermutigt, in Paris Gesang zu studieren, gerät das Mädchen in einen Konflikt zwischen persönlichem Lebenstraum und Verantwortung für die Familie. Frankreich, 2014, 106 Minuten Sigrid Hofmaier...

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Abschied und Neubeginn

von Konrad Irslinger Im Oktober 1996 haben wir das erste Mal im Rieselfeld zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Nun sind 20 Jahre vergangen und Vieles ist geworden. Für mich war es ein besonderes Erlebnis zu sehen, wie „Kirche im Rieselfeld“ entsteht: Miteinander das Leben und den Glauben teilen. Zunächst ging es darum, dass konkrete Menschen Kirche sind. In einem zweiten Schritt ging es dann darum, Kirche als Bau, als konkretes Zeichen im Stadtteil zu bauen. Vieles von dem, was ich auf meinem bisherigen Weg erfahren und gelernt habe, konnte nun einfließen in die Gestaltung. Denn es war klar, dass...

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Noch ein Abschied

von Christa Straub Rieselfeld – das waren spannende Anfänge. Die Frage war, ob Kirche in einem neuen Stadtteil noch Fuß fassen kann. Und die Erfahrung: Viele Menschen wollten dabei sein, wenn Kirche einen neuen Anfang gestaltet! Pioniergeist war zu spüren. Das war für mich ansteckend, prickelnd, aufregend. Rieselfeld – das war: Den Gottesdienst am Sonntag als zentralen Treffpunkt der Gemeinde lebendig und ansprechend zu gestalten und mitzuwirken am Aufbau eines lebendigen Stadtteils. Ich bin gerne zu Einweihungen gegangen, von Kindertagestätten z.B. oder zum K.I.O.S.K. Das waren Gelegenheiten, sich zu treffen und kennen zu lernen. Rieselfeld – das waren neue...

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Neues Gesicht

von Sarah Herm Ab September darf ich, Sarah Herm, als Pastoralassistentin die katholische Kirche und die Ökumene hier mitgestalten. Ganz neu ist die Stadt für mich nicht. Während meines FSJs 2006 in der Caritas-Werkstätte in Haslach und der ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Lebenshilfe hatte ich bereits Kontakte ins Rieselfeld. Ich habe Theologie in Freiburg studiert, weil mich interessiert, wie wir als ChristInnen unseren Glauben (und Zweifel) begründet in dieser Welt leben können. Ich bin überzeugt, dass die biblischen Antworten auf die Frage, wie Leben gelingt, auch heute relevant sind. Doch wie wird das in unserer Sprache und unseren Ritualen...

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Vandalismus am Jugend-Container

Am Wochenende vom Freitag, 09.09. bis Montag, 12.09. wurde am Jugend-Container von Kinder und Jugend im K.I.O.S.K. auf dem Sport- und Freizeitgelände „Hirschmatten“ eingebrochen. Die bislang unbekannte Täterschaft hat mit einem unbekannten Werkzeug die Eingangstüre am Jugend-Container soweit aufgehebelt, dass sie in den Container gelangen konnten. Dabei wurde ein Stromerzeuger „CMI-Generator C-G-2800“ im damaligen Neuwert von 200,- Euro geklaut. Ansonsten haben die Diebe nur den Jugend-Container durchstöbert, aber nichts mitgenommen. Außerdem wurde versucht im benachbarten Sport-Container („Sport-Box“) einzubrechen. Die Täter haben die Zinkbleche an der Außenfassade aufgehebelt und aufgebogen. Allerdings gelang es Ihnen nicht in den Container zu gelangen....

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Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel! Dieser abgedroschene Satz, der laut google von Konfuzius stammt und daher bis an der Welt Ende Gültigkeit hat, passt auf den ersten durch Bewohner gewählten, aus Bewohnern bestehenden Vorstand des K.I.O.S.K.-Vereins. Dieser Vorstand hat die Trägerschaft des bestehenden K.I.O.S.K. Vereins übernommen, der im Wesentlichen aus hauptamtlichen Mitarbeitern des Projekts Quartiersaufbau der Evangelischen Fachhochschule unter der Leitung des sehr engagierten Prof. Dr. Konrad Maier, bestand. Dieser gewählte Vorstand hat in nicht ganz zwei Jahren intensivste Aufbauarbeit geleistet. Der damalige Vorsitzende Jörg Düsselberg hat das bei der Wahl des nachfolgenden Vorstands auf den Punkt gebracht, er...

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Wie weiter mit der Quartiersarbeit in Freiburg?

Mittlerweile liegt das im Auftrag der Stadt Freiburg von der Firma con_sens erstellte Gutachten „Zukünftige Konzeption der Quartiersarbeit der Stadt Freiburg im Breisgau“ vor. Der darin entstandene Eindruck, die fachliche Arbeit vor Ort wäre beliebig, konzeptlos und ineffektiv, entspricht keineswegs der alltäglichen Praxis in den einzelnen Stadtteilen. So waren es gerade die Fachkräfte der Quartiersarbeit, die in den letzten Jahren immer wieder klare und verlässliche Rahmenbedingungen seitens der Stadt anmahnten und letztlich auf Grund fehlender kommunaler Standards eigene Qualitätsstandards entwickelten, die der Stadtverwaltung vorgelegt wurden. Wenn jetzt vermittelt wird, sowohl die freien Träger als auch die Fachkräfte der Quartiersarbeit...

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Stadtteilarbeit in der Kritik

Die Sommerpause endete dieses Jahr für die Quartiersarbeiter Freiburgs mit einem Paukenschlag: Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten an die Firma con_sens aus Hamburg weckt den Eindruck, die Stadtteilarbeit – im Rieselfeld betrifft das alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bei K.I.O.S.K. – wäre beliebig, planlos und ineffektiv. Sind bestimmte Veranstaltungen, wie etwa eine Lesung, Quartiersarbeit? Werden benachteiligte Gruppen in den Stadtteilen mit der Arbeit und den Angeboten erreicht? Das Gutachten meint „nein“. Als Konsequenz will die Stadt künftig selbst über Inhalte und Ausrichtung der Stadtteilarbeit bestimmen, nicht notwendigerweise mit weniger Geld, auch gern mit zumindest einem Teil...

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Vom Aussterben bedroht? Der Bücherleser!

Unser Bücherregal im Glashaus erfreut sich reger Zu- und Abnahme. Dass das Regal immer gut gefüllt ist, verdanken wir Rieselfeldern, die uns mit den Beständen ihrer heimischen „Literatur” versorgen. Ein großes Dankeschön dafür. So findet man Romane, Biografien, Kinderbücher, Sachbücher und ab und an wird auch der Bestand einer Haushaltsauflösung bei uns abgegeben (was unsere Lagerkapazitäten sprengt). Sehr begehrt sind Kriminalromane, von denen wir nie genug haben können. Dank dieser Spenden kommen jährlich einige Euro zusammen, die wir KIOSK zur Verfügung stellen. Wir wünschen uns eine weitere gute Zusammenarbeit mit dem lesenden Volk. Die Bücher können während der Öffnungszeiten...

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Zuhause im Rieselfeld – 3. Frühschoppen

In der Herbstausgabe des 14magazin, einer Zeitschrift für eine eher junge und hippe Freiburger Leserschaft, findet man im Artikel „Mein Block: Rieselfeld“ diese Beschreibung: „Die Fahrt dorthin ist also immer auch ein Hinabsacken, ein leichtes Absumpfen in eine Welt, die sich sehr von der Freiburger Innenstadt unterscheidet und diese durch ihren Schattenwurf von Westen her eher vom Funkeln abhält, als sie darin zu bestärken. Es ist eng, es ist zugebaut, es ist weit weg: Es ist schon ein bisschen wie in Berlin.“ Da war es also wieder, das nicht immer geliebte, manchmal hässliche Antlitz des jungen Stadtteils, der, immerhin schon fast 20 Jahre alt, auch heute noch mit seinem Erbe als Sumpf und Versickerungsgrube hadert. Und dennoch gleichzeitig die nicht so ganz greifbare coole Aura eine Berliner Kiezes hat. Oder etwa nicht? Um diesem Mythos auf den Grund zu gehen, fand am 8. November der 3. Rieselfelder Frühschoppen zum Thema „Zuhause im Rieselfeld“ statt. Von Pionieren des Stadtteils über Zugezogene und auch Weggezogene waren alle Gruppen vorhanden. MigrantInnen aus In- und Ausland, die hier ihren Fußabdruck hinterlassen haben und ebenso vom Rieselfeld geprägt wurden. Für alle passend schwebte der früh ausgesprochener Satz über der Veranstaltung: „Irgendwie bleibt man immer Rieselfelder.“ Das Moderatorenteam Selma Nabulsi (17 Jahre) und Harald Kiefer (lebt seit fast 17 Jahren im Rieselfeld) führte die Diskutierenden durch Themen wie Nachbarschaft, Kommunikation im Stadtteil und Heimat. Einige...

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