von Sarah Herm

sarah-hermAb September darf ich, Sarah Herm, als Pastoralassistentin die katholische Kirche und die Ökumene hier mitgestalten. Ganz neu ist die Stadt für mich nicht. Während meines FSJs 2006 in der Caritas-Werkstätte in Haslach und der ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Lebenshilfe hatte ich bereits Kontakte ins Rieselfeld.

Ich habe Theologie in Freiburg studiert, weil mich interessiert, wie wir als ChristInnen unseren Glauben (und Zweifel) begründet in dieser Welt leben können. Ich bin überzeugt, dass die biblischen Antworten auf die Frage, wie Leben gelingt, auch heute relevant sind. Doch wie wird das in unserer Sprache und unseren Ritualen deutlich? Dass es dabei keine dauerhafte Lösung gibt,
fasziniert mich. Deswegen entschied ich mich in dieser Umbruchsituation von Kirche für den Beruf der Pastoralreferentin. Die Erfahrungen der zweijährigen Assistenzzeit in Heidelberg haben mich darin bestärkt. Dort durfte ich den Prozess zur Stadtkirche mitbegleiten. ChristInnen haben gefragt, wo heute Orte der Gotteserfahrung sein können. Für mich sind solche Orte beispielsweise auch im Theater oder beim neuen Tanz zu finden.

Ich glaube, Gott liebt die Dynamik. Und so freue ich mich, in diesem jungen Stadtteil meine erste feste Stelle antreten zu dürfen. Die ersten Gespräche haben mir bereits gezeigt, wie viel Gutes schon gewachsen ist. Daran möchte ich gerne anknüpfen – sei es bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung oder bei den vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde. Alleine entsteht wenig Dynamik. Und so hoffe ich darauf, mit der Zeit immer mehr Rieselfelderinnen und Rieselfelder kennenzulernen, um gemeinsam den Weg der Kirche vor Ort weiterzugehen – oder vielleicht auch weiterzutanzen?