von Christa Straub

christa-straubRieselfeld – das waren spannende Anfänge. Die Frage war, ob Kirche in einem neuen Stadtteil noch Fuß fassen kann. Und die Erfahrung: Viele Menschen wollten dabei sein, wenn Kirche einen neuen Anfang gestaltet! Pioniergeist war zu spüren. Das war für mich ansteckend, prickelnd, aufregend.

Rieselfeld – das war: Den Gottesdienst am Sonntag als zentralen Treffpunkt der Gemeinde lebendig und ansprechend zu gestalten und mitzuwirken am Aufbau eines lebendigen Stadtteils. Ich bin gerne zu Einweihungen gegangen, von Kindertagestätten z.B. oder zum K.I.O.S.K. Das waren Gelegenheiten, sich zu treffen und kennen zu lernen.

Rieselfeld – das waren neue Wege: Der Aufbau des ökumenischen kirchenLadens als Treffpunkt und Anlaufstelle… Eine meiner Lieblingsveranstaltungen war das Frauenfrühstück, zu dem wir als Kirche eingeladen haben zum Kennenlernen der Neuzugezogenen.

Rieselfeld – das ist ein junger Stadtteil. Viele Familien, Kinder, Jugendliche. Der Aufbau der Kirchlichen Jugendarbeit und die Verbindung von Jugend und Gemeinde waren mir ein Herzensanliegen. Mit der Zeit sind auch Ältere gekommen. 50plus ist entstanden. Immer war es uns wichtig, den Menschen einen Raum anzubieten, indem sie sich mit ihren Fragen und ihrer Lebenssituation angenommen fühlen, sich einbringen und mitgestalten können. Meine Aufgabe war dann die Vernetzung aller möglichen Menschen, Projekte und Gruppen.

Rieselfeld – das ist gutes Miteinander. Viele gute Beziehungen sind entstanden und über die Jahre gewachsen. Vieles haben wir miteinander aufgebaut und entwickelt. Für mich waren diese 19 Jahre eine sehr lebendige und gute Zeit, aber auch eine herausfordernde und anstrengende Zeit. Ich gehe mit einem Gefühl großer Dankbarkeit, dass ich bei diesem spannenden Projekt Rieselfeld dabei sein konnte.